Informelle städtebauliche Planungen

Was sind informelle städtebauliche Planungen?

Mit der Dorferneuerung haben Sie bereits ein klassisches Instrument einer informellen städtebaulichen Planung kennen gelernt. Wie in vielen Bereichen kommen in der räumlichen Planung informelle Verfahren zur Anwendung, um anwendungsorientierte Konzepte und Strategien zu entwickeln, eine effiziente Projekt- und Prozeßsteuerung zu leisten und Planungsprozesse und Beteiligungsverfahren zu moderieren. Als informelle Planungen kommen in Frage:

  • Städtebauliche Untersuchungen und Planungen
    • Dorferneuerungsplanungen
    • Vorbereitende Untersuchungen für städtebauliche Sanierungsmaßnahmen
    • Entwicklungsplanungen und Entwicklungskonzepte (z. B. für die Antragungsstellung im Rahmen von EU Förderprogrammen)
    • Rahmenplanungen für Kommunen
  • Weitere informelle Planungen
    • Mediationsverfahren z.B. für Großprojekte
    • Bürgerbeteiligungen für Vorhaben (insb. wenn sie über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen)
    • Agendaprozesse und Leitbilddiskussionen
    • Wettbewerbe
    • Auswahlverfahren von Investoren und/oder Planern
    • Testplanungen

Methodik von informellen Planungen

Die informellen Planungsinstrumente sind insbesondere dann geeingnet, wenn:

  • sie ohne exakte Rechtsgrundlage und Verfahrensregeln ablaufen können
  • viele „Arten“ von Verfahren und Moderationsmethoden denkbar sind
  • keine bindende Voraussetzung für ein Beteiligungsverfahren ist, aber i.d.R. besonders genau dann besonders intensiv praktiziert wird
  • sie eher handlungs- und umsetzungsorientiert sind, als auf eine Verwirklichung formeller Instrumente angelegt
  • es abstrakt sein kann oder werden darf (z. B. zukunftsorientierte Erarbeitung von Leitbildern)